Ein poetisches Bilderbuch zum Träumen, Lächeln, Nachdenken und Freuen


Montag, 16. Januar 2017

Kuscheln mit dem Glückskäfer


Es ist jedes Jahr das gleiche, im Januar fühle ich mich immer, als wäre ich zwischen den Jahren stecken geblieben. Darussen ist es kalt und und grau und ich bin müde und energielos.
Da die letzten Monate im Jahr für mich immer sehr intensiv sind, freue ich mich einerseits über eine Zeit ohne Termine.
Auf der andere Seite macht es mich auch nervös, wenn die Agenda für das ganze Jahr noch recht leer ist. Aber auch das ist nichts Neues für mich.
Als Selbständigerwerbende muss man damit leben, dass man nie weiss was kommt.
Aber das müssen wir im Grunde alle.
Nichts ist wirklich sicher.
Übers Wochenende ist ein Glückskäferchen entstanden. Ein kleiner, bunter Seelentröster, der sich an meine Wangen schmiegt und mir zuflüster, dass bald schon wieder wärmere Zeiten kommen.
Und ein klein wenig fühle ich sie schon, diese Wärme und Zuversicht.



Freitag, 13. Januar 2017

Kleine Putzfee

 

Man kann nicht früh genug an den Frühlingsputz denken, darum habe ich mir jetzt schon eine kleine Putzfee gefilzt.

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Donnerstag, 12. Januar 2017

Was vom Wahlkampf übrig bleibt

Meine Nähmaschine fristet ein Stiefmütterchendasein.
Dabei habe ich seit meiner Studienzeit meine Kleider selber genäht.
Aber da meine Kleiderschrank voll ist und selbstgenähte Kleider fast nicht kaputt gehen, sehe ich eigentlich keinen Grund mich an die Nähmaschine zu setzen.
Wobei ich aber, wie so viele Näherinnen, noch recht viel Stoff besitze, werde ich vielleicht doch mal wieder etwas für mich nähen.


Durch meine Tochter, die sich gewünscht hatte, dass ich aus einer Abstimmungfahne zwei kleine Beutel für Obst und Gemüse, sowie einen Wäschesack nähe, habe ich nun meine Nähmaschine aus dem Dornröschenschlaf erweckt.

Dienstag, 10. Januar 2017

Quotenregelung für Schneefrauen


Die Bemühungen des Komitees zur Förderung des weiblichen Schneemannes in der winterlichen Landschaft zeigen erste Früchte.
Es werden erfreulicherweise immer mehr Schneefrauen gesichtet.

Donnerstag, 5. Januar 2017

Fasten statt schlemmen

1 Glas Saft, 2 Schüsseln Gemüsebrühe pro Tag, so sah mein Menuplan in den letzten 6 Tagen aus.


Nachdem ich in einer Onlinekonferenz zum Thema Fasten über die postiven Auswirkungen von Fasten auf den Körper gehört habe, haben meine Mann und ich uns spontan für eine Woche bei Aloisia Schönke im Schwarzwald angemeldet.



Bei ihr wird nicht nur gefastet, sondern auch jeden Tag 3,5 bis 4 Stunden gewandert, Yoga gemacht und Meditiert. Das hat verschiedene Vorteile, es tut dem Kreislauf gut, die Muskeln werden nicht abgebaut und man ist beschäftigt und man denkt nicht immer an Essen.
Wobei das bei mir kein Problem war, ich hatte überhaupt keinen Hunger.



Kaya haben die Wanderungen den grössten Spass gemacht, denn so eine grosse Menschenherd durfte er noch nie behüten.
Er war für alle ein wunderbarer Wanderbegleiter.


Es wurden auch immer wieder Teepausen eingelegt. Dreimal hatten wir das Glück, dass uns dabei die Sonne ins Gesicht geschienen hat.
Überhaupt war uns das Wetter wohlgesonnen.


Das Besondere an den Wanderungen war, dass wir auch immer wieder Strecken schweigend und im Abstand hintereinander gewandert sind. 




Das Fasten hat mich schlapp und müde gemacht und ohne die vielen netten Menschen in der Gruppe hätte ich mich wohl kaum aufgerafft, täglich zu wandern.
Für mich war die Gruppe sehr wichtig, durch die Gespräche hatte man völlig vergessen, das es anstrengend war.
Fastentage ist kein Wellnessurlaub, es geht einem oft nicht so gut. Das Abführen mit Glaubersalz und Einläufen ist nicht gerade toll. Man hat mit Kopfschmerzen, Kreislaufprobleme und diverse anderen Dingen zu kämpfen.
Aber was man alleine nicht schaffen würde, schafft man in der Gruppe und unter kundiger Anleitung gut.
You never walk alone und gemeisam erklimmt man so machen Berg.

 

Was mir das Fasten, ausser ein paar Kilos weniger, gebracht hat, kann ich noch nicht sagen.
Ich habe heute morgen mit einem Apfel das Fasten gebrochen und fühle mich immer noch schlapp.
Aber da so viele in der Gruppe schon mehrmals gefastet haben und sehr begeistert sind, hoffe ich auf  positive Auswirkungen auf mein Wohlbefinden in den nächsten Tagen und Wochen.
Ich werde berichten.

 

Nun bin ich gespannt, wohin mich dieses Jahr noch führen wird.
Ich habe es unter das Motto gestellt: Mehr Mut zu Abenteuern.
Und ich finde, dass war schon mal ein guter Anfang.


Freitag, 30. Dezember 2016

2016 - 12 Bilder

Ich bin nicht mit leichtem Herz und frohen Mutes in dieses Jahr gestartet.
Meine Tocher suchte schon länger nach einer passenden WG in Zürich und bei meiner, bis dahin sehr rüstige Mutter, zeigte sich im Dezember ein massiver Verlust ihrer Fähigkeiten.


 Januar


Im Januar ging es dann plötzlich sehr schnell. Meine Tochter fand ein Zimmer, der Tag des Abschieds von einer schönen Zeit des Zusammenlebens war gekommen.
Ich hatte meine Trauer sehr bewusst zugelassen und nun kann ich mich aus vollem Herzen mit meiner Tochter über ihr selbständiges Leben freuen.
Wir sehen uns oft und ich geniesse die gemeinsame Zeit mit ihr sehr.

Februar


Im Februar hatte ich den ersten Markt in diesem Jahr. Es war ein eher schwieriges Jahr von den Umsätzen her. Aber wie ich von anderen Marktfahreinnen weiss, stehe ich mit dieser Tatsache nicht alleine da.
Mit meinen Figuren in der realen Welt präsent zu sein, möchte ich trotzdem nicht missen, denn es gab an jedem Markt schöne Begegnungen.
Was mich immer sehr Freud ist, wenn Leserinnen mich an meinem Stand besuchen. Ich bin dankbar für diese Zeichen der Wertschätzung.
Es ist sehr modivierend zu sehen, wie Menschen auf meine Figuren reagieren.
An meinen letzten Markt in diesem Jahr in Basel hatte z.B. eine Besucherin spontan zu mir gesagt:
"Was sie machen, ist Filzen mit Humor."
Eigentlich muss ich nicht sagen, dass mich gerade dieses Kompliment sehr gefreut hat.

März


Etwas was ich nicht so schnell erwartet hatte, ist, dass auch mein Sohn bald nach meiner Tochter ausziehen würde.
Wer meinen Blog regelmässig liest, weiss um seine Geschichte.
Das wir gemeinsam einen Platz gefunden habe, wo es ihm gefällt und wo er selbständiger werden kann, ist wohl das grösste Glück in diesm Jahr. Es erfüllt mich mit grosser Dankbarkeit, denn mein grösster Wunsch war, dass auch er sein Leben ausserhalb der Familie leben kann.

 April


Man hört es ja oft, werden die Kinder flügge, kommen die Eltern, die Fürsoge brauchen.
Bei mir ist es auch so.
Alle zwei Wochen setzte ich mich nun ins Auto und fahre nach Deutschland, um ein paar Stunden bei ihnen zu verbringen.
Ich denke, jeder der pflegebedürftige Eltern hat, weiss mit welchen Problemen man konfrontiert wird.
Bei uns ist die Situation doppelt schwierig, weil mein Vater alles andere als ein einfacher Mensch ist und es immer wieder zu Konflikten mit zwischen ihm und den Betreuerinnen kommt.
Das ist traurig und manchmal fast zum Verzweifeln.
Die Demenz schafft aber auch Nähe zwischen meiner Mutter und mir, die wir so vorher nicht hatten.

Mai


Dieses Jahr habe ich mehrer Kurse besucht. Ein Stimmbildungskurs fürs Figurentheater, ein Maskenfilzkurs, einen dreitteiligen Kurs zum Thema "Clown im Altersheim" und kürzlich habe ich mir auch ein paar Tage Tanzen gegönnt.
Ich nehm sehr gerne Workshops teil. Etwas dazulernen, Menschen kennen lernen und immer auch viel Spass haben, das ist für mich der schönste Urlaub vom Alltag.

Juni


Im Juni war mein Highlight die Floating piers zu besuchen.

Juli


Auch dieses Jahr hatte ich wieder einige Aufträge von Kindergärten, die sich Tischtheaterfiguren zu bestimmten Themen gewünscht haben.
Solche Aufträge sind einfach nur toll und in die eine oder andere Figur habe ich mich selber ein wenig verliebt.
Das ist dann immer eine kleine Übung im Loslassen.

 August


In diesem Jahr hat man mich auch mehrmals als Filzkursleiterin engagiert.
Ich durfte feststellen, dass mir diese Aufgabe grossen Spass macht und meine Art Kurse zu geben bei meinen Teilnehmerinnen gut ankam.
Ich bin dabei eine Kompination von Clownin, Figurenspielerin und kompetente Kursleiterin, die das Filzen auf sehr einfach Art und Weise vermittelt, so dass jeder zu einem guten Ergebnis kommt.

September


Dreimal bin ich dieses Jahr mit meinem Mann für ein paar Tage in die Ferien gefahren.
Wir waren in der Toscana, im Sauerland und im Bayrischen Wald.
Nachdem ich ein paar Jahre nicht mehr auf einen Pferd gesessen bin, ist das Reiten, erst im Urlaub, und nun seit ein paar Monaten auch im Alltag, wieder in meine Leben zurück gekehrt.
Reiten ist für mich eine gute Übung im Mut haben. Als ängstliche Mensch bin ich mir der Gefahren durchaus bewusst.
Zufällig hat es sich ergeben, dass ich nun eimal wöchentlich zusammen mit einer Freundin auf einem Islandpferd durch die Natur reiten und kann mein Glück kaum fassen. 

 Oktober


Diese beiden träumenden Schneckenwesen stehen stellvertretend für die vielen Figuren, die dieses Jahr unter meinen Händen entstanden sind.
Viele davon konnte ich verkaufen und darum möchte ich an dieser Stelle ein grosses Dankeschön aussprechen an alle meine Kundinnen.

November

  
Mein Blog ist immer noch sehr wichtig in meinem Leben, auch wenn die Anzahl Posts pro Jahr kontinuierlich weniger werden. 
Der Blog gibt mir die Möglichkeit meine Arbeit öffentlich zu machen.
Ich hebe eine Tasse Tee, sage Dankeschön und trinke auf allen LeserInnen, die immer wieder bei mir vorbeischauen und das zum Teil schon seit Jahren. 
Dezember

 

Die Faszination Puppen leben einzuhauchen und mit meinen Geschichten Menschen in eine andere Welt zu führen, ist etwas, was ich einfach sehr liebe. Darum ist es einfach schön, dass ich dieses Jahr so oft zusammen mit meinen Figuren auf der Bühne stehen dufte und viele Komplimente für mein Spiel bekommen habe.

Müsste ich das Jahr 2016 mir einen Wort beschreiben, dann wäre das *Zufriedenheit* und in mir ist das Gefühl einer grossen Dankbarkeit für die Fülle an Schönem und Gutem, die ich erleben durfte.
Das ist ein sehr persönliches Fazit, welches all das was in der Welt geschieht ausblendet.


Wir wissen nicht was alles auf uns zukommt, denn wir können zum Glück keinen Blick in die Zukunft werfen.


Ich wünsche uns allen, dass wir am Ende des 2017 auf ein gutes Jahr zurückschauen dürfen.


Mittwoch, 28. Dezember 2016

Die Zeit der weissen Engel ist vorbei

Meine Weihnachstage waren weit entfernt von dem, was in der Werbung so vorinszeniert wird.
Wir waren bei meinen Eltern und meiner Mutter ging es nicht gut.
Der Tod und das Sterben waren Thema zwischen meiner Mutter, meiner Tochter und mir.
Kein einfaches Thema, aber ein wichtiges, wie meine Tochter gemeint hat.
Ja, es ist gut, darüber reden zu können.


Diese beiden Engel sind nach Weihnachten entstanden.
Die Farben kehren zurück.